Vác.hu

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt

Das Bauensemble im Bereich des heutigen Platzes des 15. März, dem Hauptplatz der Stadt, entstand am Kreuzungsbereich von zwei Hauptverkehrsstraßen, die in früheren Jahrhunderten von Norden nach Süden und von Osten nach Westen führten. Seine eigenartige Dreiecksform erhielt der Platz im 13. Jahrhundert durch die infolge des Tatareneinfalles neu hinzugezogenen deutschen Siedler. Die Einwanderer wollten sich eine ihrem Herkunftsort gemäße und ähnliche Umgebung schaffen. Seine heutige Form erhielt der Platz 1760, als die St. Michaels-Kirche, die hier (vor der heutigen Dominikaner-Kirche) stand, wegen ihres schlechten Bauzustandes abgerissen wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden um den Platz herum sehr ansprechende öffentliche Gebäuden und Bürgerhäuser, zu deren Bau die Meister die älteren Fundamente über den Kellern nutzten. Hier befand sich auch bis 1951 der Markt. Besonders die historische Innenstadt um den Platz des 15. März herum gibt der Stadt Vác ihren unverwechselbaren Charakter. Sein gegenwärtiges Aussehen erhielt der Platz 2006 nach einer umfangreichen Umgestaltung.

Bei der eben erwähnten Umgestaltung wurden die Fundamente der mittelalterlichen St. Michaels-Kirche freigelegt, die immerhin ein halbes Jahrtausend hier gestanden hatte, und denkmalpflegerisch konserviert. In der Barockzeit versuchte man mittels Anbauten aus der Kirche eine Kathedrale zu machen, jedoch erfolglos. Ebenso wurde bei den Umbauten 2006 die Krypta zugänglich gemacht und mit einem Dach versehen. Dort befindet sich eine Ausstellung über die Vergangenheit der Kirche.

Ebenfalls ein Baudenkmal ist das ehemalige Rathaus (Curia) am Platz des 15. März Nr. 20, welches den Straßennamen (Káptatan utca) die Erinnerung an die ursprünglich hier sich befindende Unterkunft der Kapellane wohl zu St. Michael, bewahrt. Um 1770 wird es schon als Herberge erwähnt, und funktionierte lange Zeit unter dem Namen Curia-Hotel. Die Fassade des Hauses gestaltete man im 19. Jahrhundert im eklektizistischen Stil. Heute befindet sich im Keller der alten Kurie eine Weinstube. In der angeschlossenen maximal interessanten Weinsammlung ausgezeichnet durch äußerst seltene Exponate kann man auch an einer Verkostung teilnehmen.

Die Dominikanerkirche (Kirche der Weißen) am Platz des 15. März Nr. 22 hat seinen Namen nach dem hier dienenden Dominikaner-Orden. Dessen Ordenshaus steht neben der Kirche. Kirche der Weißen wird sie deshalb genannt, weil die Dominikaner-Mönche weiße Ordenskleider tragen. Man begann 1699 diese Kirche zu bauen, aber wegen der Wirren der Rákóczi-Freiheitskämpfe und verschiedener Naturkatastrophen gewann die Kirche erst 1770 ihre heutige Form. Einige Jahre nach Fertigstellung brannte der Turmhelm ab und man beließ es dann bei dieser Form. Die Kirche mit dem bescheidenen Äußeren - mit nur einem Kirchenschiff - passt sich harmonisch der Architektur des Platzes an. Das im Rokoko-Stil geschmückte Innere ist weitaus prächtiger, als die Außenfassade. In der Gruft unter der Kirche fanden Archäologen 1994 in Särgen und in der Totenkleidung der Barockzeit etwa 300 mumifizierte Leichen. Dieser Fund ist in Ungarn einzigartig. Ein Teil dieser Funde wird im mittelalterlichen Keller neben der Griechischen Kirche ( am Platz des 15. März Nr. 19) in einer kleinen Ausstellung (Memento Mori) präsentiert.

An der Seitenfassade können wir ein Standbild der heiligen Hedwig über einem Brunnen erblicken. Die heilige Hedwig von Anjou, nicht zu verwechseln mit der Hlg. Hedwig von Andechs aus Bayern, erst 1997 heiliggesprochen, war die Tochter des ungarischen Königs Ludwig des Großen von Ungarn aus dem Hause Anjou und Königin von Polen. Sie heiratete Jagiello I. von Wilna und begründete damit die Katholizität der Litauen. Zugleich kürte man Hedwig zur Regionalheiligen des Donauknies.


Der Markt (piac) befindet sich unmittelbar hinter der Dominikanerkirche. Seinen Eingang schmückt ein von der ehemaligen bischöflichen Mühle hierher gebrachtes restauriertes Tor. Die Torgitter sind nach ursprünglichem Plane sorgfältig wiederhergestellt worden. Dienstags und Freitags ist es hier am betriebsamsten, aber auch am Sonnabend vormittag lohnt ein Besuch.


Die Griechische Kirche (a görög temploma) ist sowohl vom Garten des barocken Hauses Nummer 19 am Platz des 15. März als auch von der Lajos-Katona-Strasse aus zugänglich. Die orthodoxe Kirche bauten in den 1790-iger Jahren südslawischen Kaufmannsfamilien, welche sich in der Stadt niedergelassen hatten. Heute dient die Kirche als Ausstellungsraum.

Das Rathaus am Platz des 15. März Nr. 11 ist das bedeutendste Denkmal des weltlichen Barocks in der Stadt. Nach dem Stadtplan von 1680 befand sich hier ein türkisches Bad aber im Grundbuch von 1718 ist es bereits als Rathaus erwähnt. Das heutige Gebäude ließ Bischof Michael Friedrich Althann ab 1735 erstellen. Aber erst beim Besuch von Maria Theresia im Jahre 1764 war der Bau fertiggestellt. An der Fassade ist die Skulptur von Justitia, der Göttin der Gerechtigkeit, zu sehen. Rechts und links davon halten zwei liegende Frauengestalten das Wappen von Ungarn und von Bischof Migazzi in ihren Händen.

Das Baudenkmal der Kapelle und Kirche des Ordens der Barmherzigen Schwestern am Platz des 15. März 7-9 ist erst später zu dem geworden. Das niedrigere Haus (Nr. 7) wurde ursprünglich als Priesterseminar erbaut, erst die 1763 hier sich niederlassenden Barmherzigen Schwestern gestalteten den Bau ihren Bedürfnissen entsprechend um. Die Kapelle ist baulicher Bestandteil des Krankenhauses. Zu erkennen ist sie am Spitztürmchen auf dem Dach.

Der Brunnen der Partnerstädte befindet sich mitten auf dem Platz des 15. März. Die Wappen der Partnerstädte schmücken die Seiten dieses Ortes der Freundschaft. Deshalb gelangte auf seine Spitze auch Johannes der Täufer, der Heilige der Freundschaft. (Diese Schmuckbrunnen sollte eigentlich zum 500-sten Geburtstags Matthias des Raben 1943 aufgestellt werden und an die Zeiten des Humanismus erinnern, aber der Krieg verhinderte diese Pläne.)


Das Gebäude des nationalen Instituts der Taubstummen am Platz des 15. März 6 besteht aus zwei mittelalterlichen Kanoniker-Häusern, die nach der Vertreibung der Türken als Bischofspalast genutzt wurden. 1741 wurde es renoviert und die Hoffront des Gebäudes erweitert. 1764 beherbergte hier Bischof Migazzi Maria Theresia mit ihrer Familie als Gast. Nach dem Umzug von Bischof Migazzi in den neuen Palast wurde das Gebäude als Lehranstalt genutzt. Später diente es dem Orden der Englischen Fräulein als Kloster. Danach erfolgte ein Nutzung für militärische Zwecke. 1802 gründete hier András Cházár das erste Taubstummen Institut in Ungarn. Seither wird das Haus in dieser Funktion genutzt.

Der Dompropstpalast am Platz des 15. März 4 wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Domprobst Würth Ferenc geplant. In diesem Gebäude wohnte immer der jeweilige Dompropst, der Stellvertreter des Bischofs und der direkte Vorgesetzte der Kaplane der Stadt. Direkt über dem Tor befindet sich ein Balkon mit einem schmiedeeisernen Gitter. Der Vorgiebel in Dreiecksform ist mit Statuen und Vasen geschmückt. Im Gebäude hat die Sammlung der Diözese Vác ihren endgültigen Platz gefunden.

Den Hauptplatz unserer Stadt schloss nach Norden das Wiener Tor ab. Dieser monumentale Torgebäude taucht noch auf alten Stichen und Veduten auf. Die Reste des Gebäudes wurden zu Zeiten Maria Theresias abgerissen. Eine Rekonstruktion des Tores auf den ursprünglichen Fundamenten ist im Zuge der letzten Erneuerung des Platzes errichtet worden. Die auf demselben flatternden Fahnen markieren die einstige Höhe des Tores

Der Triumphbogen in Höhe des Gebäudes Köztársaság Strasse 69, auch Steintor (Kökapu) genannt, ist in Ungarn einzigartig. Das im spätbarock-klassizistischen Stil errichtete Bauwerk ließ Bischof Migazzi für den Empfang von Maria Theresia nach Plänen des Hofarchitekten Canevale bauen, der in Frankreich studiert hatte. Der Bogen markierte damals die Grenze der "Bischofsstadt" Vác.

Das Gebäude des heutigen Zuchthauses (Fegyház; Köztársasäg Strasse 64-66) ließ Bischof Migazzi als Konvikt für die adelige Jugend bauen. Zu Ehren von Maria Theresia wurde es Theresianum genannt. Ab 1808 wirkte hier die Ludowika Akademie. Als Zuchthaus wird es seit 1855 genutzt. Im Hof des Gebäudekomplexes steht eine neogotische, hübsch ausgemalte Kapelle.

Der Spitzturm in der Franz Liszt Promenade 12, unten an der Donau neben dem Fischergarten ist der nördlichste Eckturm der mittelalterlichen Stadtmauer. Das Gebäude wird heutzutage als Wohngebäude genutzt. Es ist das einzige aus dem Mittelalter heil übriggebliebene Gebäude der Stadt.

Die Synagoge in der Eötvös-Utca ist hat die Neologe Israelitische Kultgemeinde gebaut. Sie ist in den Jahren 1861 - 1864 von dem italienstämmigen Baumeister Alois Cacciari im latino-romanischen Stil errichtet worden und erst in jüngster Zeit außen wiederhergestellt worden.

Die Gebäudegruppe der Piaristenkirche und des Ordenshauses am Dreieinigkeitsplatz (Szentháromság-Tér) ist ein Baudenkmal. Die Fundamente der Kirche wurden in 1725 gelegt. 1745 waren die Bauarbeiten beendet. Ihre charakteristische Form im deutschen Renaissance Stil erhielt die Kirche beim Umbau 1866. In der Mauernische, die sich über dem Fassadenbalkon befindet, steht die Statue des Ordensgründers Josef Kalazanci. Ein kunsthistorische Rarität ist der Spiegelaltar aus Venedig. Das Gebäude neben der Kirche dient heute den Piaristen selbst und dem Piaristengymnasium als Unterkunft. Ursprünglich wurde dieses Gebäude für den Dompropst András Berkes erbaut und genutzt. Das reich verzierte Tor des Hauses blieb beim Umbau erhalten.

Die Dreifaltigkeitssäule am Dreifaltigkeitsplatz / Szentháromság Tér gegenüber der Piaristenkirche ist eine der schönsten ihrer Art in Ungarn. Am Standort dieser Säule befand sich ursprünglich der Fischmarkt. Bischof Althann ließ im Auftrag der Überlebenden des Pestzuges von 1740-41 die Säule zwischen 1750 und 1755 aus Sandstein erbauen. In der Komposition finden wir alle Heiligen, die irgendwie mit dieser Krankheit verbunden werden. Wir finden auf der Säule noch der alten Aufteilung entsprechend die Wappen des bischöflichen und der Domkapitel-Stadt (genaueres dazu siehe unter „Geschichte der Stadt).

Die Statue des Vácer Einsiedlers ( Kossuth Platz) ist eine Arbeit von Kapas Sándor aus den 30-er Jahren. Das Standbild verweist auf eine Gründungslegende der Stadt. Eine mittelalterliche Chronik erwähnt Vác als waldige Gegend, in welcher niemand wohnte, ausgenommen ein Vác genannter, heilig lebender Einsiedler. Die Legende leitet hiervon den Namen der Stadt ab. Diesen Einsiedler traf der um den ungarischen Thron kämpfende Herzog Geza vor einer entscheidenden Schlacht, der dann später als König hierher mit seinem Bruder, dem späteren König Ladislaus, zurückkehrte. Vor den beiden jagenden Brüdern erschien ein Hirsch, welcher zwischen seinen Geweihstangen eine brennende Kerze trug. Er leitete sie an eine hohe Stelle am Ufer der Donau und verschwand dort vor ihren Augen. König Geza gründete auf dieses besondere Erlebnis hin an diesem Orte auf dem Gebiete Vacens die erste Bischofskirche und weihte sie der heiligen Jungfrau Maria. Nach einigen Jahren wurde König Geza dann in dieser Kirche bestattet.

Die Kathedrale am Konstantin Platz, im Volksmund Dom genannt, ist schon die fünfte Bischofskirche in Vác seit Gründung des Bistums. Bischof Eszterházy hatte den österreichischen Architekten Pilgram beauftragt, eine Kathedrale zu entwerfen. Als dessen Entwurf vorlag, ließ sein Nachfolger, Bischof Christoph Migazzi, den Dom nach einem Traum von Canevale, seinem Baumeister im französisch klassizistisch-spätbarocken Stil ausführen. Die Statuen an der Fassade sind Werke des hiesigen Bildhauers Josef Bechert. Das Bild am Hauptaltar zeigt die Visitatio, den Besuch der heiligen Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth. Im Kuppelfresko ist der Triumph der Dreieinigkeit zu sehen. Beides sind die Werke des zu dieser Zeit unter die berühmtesten Maler zu zählenden Meisters Franz Anton Maulbertsch (1724 - 1796). In der Renaissance-Chorschranke wurden originale Stücke des früheren, von den Türken zerstörten, Doms eingebaut. Unter dem Dom befindet sich eine dreigeteilte Krypta. Sie wird als Begräbnisstätte für Bischöfe, Domherren und auch Laien genutzt.

Das Seminargebäude am Konstantin Platz 1-5 ist im Barockstil erbaut. Bischof Migazzi ließ es nach den Plänen des Wiener Architekten Josef Meissl zwischen 1777 und 1783 erbauen. Zwischen 1925 und 1926 wurde das Gebäude nach den Plänen von Kálmán Váczy Hübschl mit Seitenflügeln erweitert und um ein Stockwerk erhöht. Bis zur Rückgabe des Gebäudes an die Kirche 1995 war darin das städtische Gymnasium untergebracht. Heute beherbergt es die Apor-Vilmos Hochschule.

Die Gebäude der so genannten Priesterecke (Papsarok) am Konstantin-Platz 11, 13 und 15 sind im Zopfstil erbaute Baudenkmale. Sie dienen geistlichen Zwecken.

Der Palast des Kleinpropstes (Kispreposti Palota) am Konstantin Platz 10 dient heute als Wohngebäude. Er wurde im Stil der Übergangsperiode zwischen Rokoko und Klassizismus zwischen 1782 und 1784 gebaut.

Der Bischofspalast (Püspöki palota) am Migazzi Platz wurde zwischen 1768 und 1775 erbaut. Man erkennt ihn an den wunderschönen alten Eiben vor demselben. Der Garten des Palastes ist durch eine Mauer geschützt und beheimatet viele exotische Pflanzen. Der Seitenflügel zum Garten hin hat den Blick auf den Konstantin Platz, sein Haupteingang führt zum Migazzi Platz. Unter dem Gebäude befindet sich ein mehrgeschossiger Keller, welcher zur Aufnahme der Ernte des riesigen Weinbaugrundstückes errichtet worden war. Die pompös eingerichtete Bischofsresidenz öffnet zu besonderen Fest- und Feiertagen auch für das Publikum.

Das Eckgebäude der Bischöflichen Bibliothek (Könyvtar) am Migazzi Platz ist 1878 im eklektischen Stil erbaut worden. 1925 und 1926 bekam das Eckgebäude eine zweite Etage, und der Flügel des Bischofspalastes wurde, sich daran anpassend, umgebaut.

Auf dem heutigen König Géza Platz (Géza király tér) stand die mittelalterliche Burg. Deshalb steht der Platz auch unter Denkmalschutz. An diesem Standort war der erste Dom erbaut. Nach seinem Sieg über Salamon ließ König I. Géza diesen Bau vollenden, wie er es versprochen hatte. Immer wieder werden Überreste der Stadtmauer und Grundmauern von historischen Gebäuden freigelegt. Reste der Burganlage findet man im Hof der Mittelschule, die rekonstruierte Brüstung ist hinter der Kirche, nahe der Donaupromenade, zu sehen.

Denkmalgeschützte Gebäude sind die Kirche und Ordenshaus des Franziskanerordens am König Géza Platz. Die älteste Kirche in Vác war ebenfalls eine Franziskanerkirche. Sie stand in der Nähe der Burg, die bei der Erstürmung der Stadt in der Türkenzeit zerstört wurde. Die Franziskanerkirche wurde zwischen 1721 und 1761 in barockem Stil mit Steinen der zerstörten Stadtmauer erbaut. Das Schmuckstück der Kirche ist der reich geschmückte, zweistöckige Hochaltar aus Holz im Stil des Frührokoko. Im Ordenshaus, das an die Kirche angebaut ist, befand sich die Kapistran-Druckerei und die Werkstatt von György Váci, der als Buchbinder landesweit bekannt war. In diesem Gebäude war auch das Landesarchiv untergebracht. Heute steht das ehemalige Ordenhaus leer und wartet auf eine angemessene Funktion.

Die Siebenkapelle (Hétkápolna), Derecske Dülö 2, ist seit 1815 Marien-Wallfahrtsort. Jedes Jahr kommen Tausende Wallfahrer zur großen Kirmis am Marientag um sie zu ehren. Die Kapelle hat Bischof Friedrich Althann 1710 erbauen lassen und sie ist mehrfach umgebaut worden. Seit 1780 steht sie in der heutigen Form. Der Name der Kapelle symbolisiert die sieben Schmerzen und Freuden Mariä. Dem dienen auch die sieben kleinen Stationen auf dem Weg von der Stadt zur Kapelle. Eine Besonderheit in dieser Kirche ist das wundertätige Gnadenbild am Hochaltar. Es ist eine Kopie der Gnadenstatue aus dem Wallfahrtsort Máriavölgy. Unterhalb der Kapelle befindet sich eine Heilquelle, die seit mittelalterlichen Zeiten schon als Kraftort verehrt wird.

Die Brücke über den Gombás Bachs am Siegesplatz (Diadal Tér) ist landesweit einzigartig. Sie ist die einzige heute noch funktionierende barocke Brücke in Ungarn. Erbaut wurde sie im Auftrag des Bischofs Michael Karl Althann zwischen 1753 und 1757. Die barocken Statuen auf der Brücke wurden von Josef Bechert gefertigt.

Das "Rote Haus" (Vörösház) in der Dr. Csányi út Nr. 52 wurde 1731 fertiggestellt. Es ist im barocken Stil erbaut. Mehr als zwei Jahrhunderte lang diente es dem Bistum für landwirtschaftliche Zwecke, als Speicher, Stall und Wohnung für Angestellte. Der auffallend rote Anstrich ist das Ergebnis der Arbeit der Maurer aus Neapel, die das Haus gebaut und verputzt haben. Bischoff Althann, der auch Vizekönig von Neapel war, lies aus diesem Grunde dort das königliche Wappen Neapels anbringen. Heute befinden sich in dem Haus verschiedene Geschäfte.

Das Landwehrmann-Denkmal (Derecske dulo) an der Straße nach Budapest wurde 1868 zum Gedenken an die Opfer des Freiheitskampfs in 1848-49 erstellt. Es war die erste in Ungarn erbaute Denkmalsäule nach dem Österreich-Ungarischen Ausgleich im Jahre 1867.

Der Kalvarienberg am Argenti Döme Platz befindet sich im Vorstadt von Vác vor dem Krankenhaus. Man hat von dort einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Das Ensemble wurde zwischen 1726 und 1738 erbaut und besteht aus dem Eremitenhaus, der Versammlungskapelle und dem Kreuzweg. Die Gestaltung dieses festungsartigen Bauwerks diente als Vorbild der ungarischen Kreuzweg-Architektur. Die einzelnen Stelen stammen von unterschiedlichen Meistern.

Die Kirche der reformierten Gemeinde in der Adam Takács Strasse wurde 1785 im Dorfe Kisvác gebaut, wo die Reformierten lebten. Nach den Toleranzedikt von Joseph II. duften die nicht katholischen Kirchen nicht zur Straße hin geöffnet sein. Ebenfalls durften sie keinen Turm haben. Deshalb konnte der Turm dieser Kirche erst ungefähr 10 Jahre später angebaut werden.

Im Bereich der Rochus-Kapelle (Rokus kapolna) in der Galcsek Strasse befand sich bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein inzwischen aufgelöster Friedhof, auf dem die Opfer der Pestepidemie von 1740 begraben wurden. Nach Ende der Epidemie wurde die Kapelle mit dem Grundumriss eines Bogens mit Unterstützung von Bischof Michael Friedrich Althann und größtenteils aus öffentlichen Spenden erbaut und dem heiligen Rochus geweiht.

Zur Barockstadt Vác gehören auch diverse barocke Statuen in der Innenstadt. Die Steinstatuen des heiligen Joseph und der heiligen Maria stehen am Hauptplatz vor der Kirche der Weißen. Der heilige Sebastian und der heiliger Ladislaus stehen vor dem Bischofspalast; die Sasvari Pieta auf dem König Géza Platz. Interessant sind die bemalten, hohlen Metallstatuen des heiligen Joseph und der heiligen Maria, die vor dem Dom stehen. Die Statuen der Brücke über den Gombás Bach stehen unter Denkmalschutz. Sehenswert sind auch die Statuen an den barocken Hausfassaden. Die meisten Skulpturen auf den öffentlichen Plätzen sind aus weichem Sandstein gearbeitet.

In der historischen Innenstadt dienen viele der denkmalgeschützten Gebäude als Wohnhäuser. Überwiegend sind es Gebäude, die im Barockstil erbaut sind. Zu finden sind aber auch Bauten anderer Epochen, so etwa im klassizistischen, eklektizistischen und romantischen Stil. Diese sind meist ein-, oder zweistöckig.

Die Stadt Vác ist auch reich an Sehenswürdigkeiten, die keine Kunstdenkmale sind. Wir können stolz sein auf einige lokal geschützt Gebäude. Es gibt in der Stadt viele dieser sehenswerten und original erhaltenen Denkmale, so zum Beispiel die evangelische Kirche, das Dercsényi-Haus, der Musikpavillon und die schöne Donaupromenade mit den schmiedeeisernen Arbeiten.